Selber Brot backen mit Freude, Zeit und guten Zutaten
Selber Brot backen ist seit vielen Jahren unsere Leidenschaft. Auf dieser Seite findest Du erprobte Brot-Rezepte, die wir selbst und gemeinsam mit Freunden mehrfach gebacken haben. Uns ist wichtig, dass die Rezepte auch in einer normalen Küche funktionieren: mit Zutaten aus dem Supermarkt oder Biomarkt und mit einem ganz gewöhnlichen Haushaltsherd.
In unserer Küche stehen zwar zwei Öfen, weil wir einen davon gelegentlich als kleinen „Gärschrank“ nutzen. Das ist aber kein Muss. Die meisten Brote gelingen auch ohne besondere Profi-Ausstattung, wenn man dem Teig genügend Zeit gibt und ein wenig Gefühl für Mehl, Wasser und Gare entwickelt.
Rezepte für Brot, Pizza und mehr
Neben klassischen Brotrezepten findest Du hier inzwischen auch andere Rezepte, süß und salzig. Viele davon sind auf Wunsch von Freunden entstanden, die uns immer wieder gebeten haben, gelungene Backideen aufzuschreiben und zu veröffentlichen. So ist aus einer reinen Brotsammlung nach und nach eine kleine Rezeptseite für alle geworden, die gerne selber backen.
Besonders bei Pizza lohnt sich ein sehr heißer Ofen. Erst hohe Temperaturen bringen den Geschmack, die Kruste und das Gefühl, das man aus Italien kennt. Auch bei Hefeteigen haben wir im Laufe der Jahre viel dazugelernt: Die Hefemenge wurde immer weiter reduziert, die Ruhezeiten wurden länger und die Ergebnisse dadurch deutlich besser.
Warum lange Teigführung so viel ausmacht
Weniger Hefe bedeutet fast immer mehr Geschmack. Die Teige entwickeln ein feineres Aroma, werden bekömmlicher und bekommen eine schönere Struktur. Dafür brauchen sie mehr Zeit. Diese Zeit sollte man sich nehmen, denn der Unterschied ist deutlich schmeckbar. Nicht ohne Grund werben gute Bäckereien mit langer Teigführung.
Die Mengenangaben in den Rezepten sind dabei nicht als starre Grammgenauigkeit zu verstehen. Mehl kann sich je nach Sorte, Hersteller, Lagerung und Jahreszeit sehr unterschiedlich verhalten. Manchmal braucht ein Teig etwas mehr Wasser, manchmal etwas weniger. Genau dieses Gefühl entwickelt man mit jedem Brot ein bisschen mehr.
Große Poren, weiche Teige und etwas Übung
Brote wie Ciabatta oder ein französisches Landbrot mit großen Teigblasen brauchen ein wenig Übung. Der Teig ist meist weich und verlangt beim Formen etwas Fingerspitzengefühl, damit die entstandenen Luftblasen erhalten bleiben. Bis heute war bei uns aber noch kein Brot ungenießbar. Manchmal waren die Poren einfach kleiner als erhofft — geschmeckt hat es trotzdem.
Für große Blasen ist ein eiweißstarkes Mehl hilfreich. Außerdem sollte der Teig eher weich geführt werden, damit die Hefe genug Kraft hat, ihn locker aufzupusten. Besonders gute Erfahrungen haben wir mit Teigen gemacht, die über Nacht bei etwa 6 bis 8 Grad ruhen dürfen. Am nächsten Tag lassen sie sich oft wunderbar verarbeiten und entwickeln ein besonders schönes Aroma.
Alte Rezepte bleiben erhalten
Einige Rezepte auf dieser Seite sind schon sehr alt. Damals hatten wir deutlich weniger Wissen als heute, verwendeten mehr Hefe und gaben den Teigen kürzere Ruhezeiten. Trotzdem funktionieren diese Rezepte nach wie vor. Deshalb möchten wir sie nicht entfernen, sondern lieber als Teil unserer Backgeschichte behalten.
Experimentiere gerne selbst mit Hefemenge, Ruhezeit, Hydration und Mehltypen. Gerade beim Brotbacken ist weniger oft mehr. Nimm Dir Zeit, probiere aus und hab Freude daran, wenn aus einfachen Zutaten ein duftendes Brot aus dem eigenen Ofen entsteht. Jetzt viel Spaß beim Selberbacken.